Protektoren - Sicher im Schnee

25. November 2014

KAUFTIPPS

Worauf Sie bei Kauf und Gebrauch eines Rückenprotektors achten sollten.

ANWENDUNGSGEBIET ÜBERLEGEN. Einen Rückenprotektor sollten Sie unbedingt im Fachgeschäft kaufen, um ihn anprobieren und den perfekten Sitz testen zu können. Vor dem Gang in den Laden steht die Frage: Was wird der Haupteinsatzzweck des Protektors sein? Pistenskifahrer haben andere Ansprüche als Tourengeher, Freestyle-Skifahrer oder Snowboarder. Für Freerider ist eine rundum schützende Weste empfehlenswert.

WESTE ODER PROTEKTOR? Eine Weste ist ein zusätzliches Kleidungsstück, das je nach Ausführung das Klimamanagement am gesamten Oberkörper be- einflusst. Wer leicht schwitzt, sollte daher lieber zu einem bloßen Rücken- protektor greifen. Wer schnell friert, freut sich über die zusätzliche Wärme einer Weste. Ausgereifte Protektoren sitzen auch nur mit Bauch- und Schultergurt perfekt. Manche Westen bieten zusätzliche Schutzpolster im Brustbereich.

DIE ANPROBE. Probieren Sie verschiedene Protektoren unterschiedlicher Hersteller an. So finden Sie heraus, welcher perfekt sitzt. Der Protektor sollte möglichst körpernah direkt über der Unterwäsche getragen werden, damit er nicht verrutschen kann. Am besten tragen Sie bei der Anprobe daher Ihre normale Skikleidung. Beugen Sie sich nach vorne und drehen Sie den Rumpf, um Sitz und Beweglichkeit des Protektors zu testen. Er sollte möglichst wenig verrutschen.

DIE NORM CE EN 1621-2. Die europäische Norm CE EN 1621-2 wurde ursprünglich für Motorrad-Rückenprotektoren entwickelt; 1621-1 gilt für Gelenks-protektoren. Jegliche persönliche Schutzausrüstung, die im Laden ver- kauft wird, sollte der 1621-2 entsprechen. Prüfkriterien sind der „Bordsteinkantentest“ und der Schlagtest, die Mindestschutzzone am Rücken, Größengestaltung, ergonomische Anforderungen sowie Kennzeichnungs- und Informationspflichten des Herstellers.

DIE WASCHBARKEIT. Vor allem bei den Westen ist Waschbarkeit unerläss- lich, da sie durch Schweiß starke Gerüche entfalten können. Deswegen sollte der Rückenprotektor idealerweise herausnehmbar sein. Achten Sie beim Kauf darauf, ob die Bedienungsanleitung angibt, wie er wieder richtig eingebaut werden kann, d.h. welche Seite oben und unten ist sowie welche nach innen und welche nach außen gehört.

DIE LAGERUNG. Viele Protektoren werden bei Kälte sehr steif und sind dann zunächst unangenehm zu tragen. Daher sollten Sie Ihren Protektor – ähnlich wie Skischuhe – nie nachts im Auto lagern, sondern in einem warmen Raum. Achten Sie bei Transport und Lagerung darauf, dass Sie den Protektor nicht durch spitze Gegenstände oder schwere Koffer beschädigen. Nach einem Aufprall beim Skifahren sollten Protektoren nicht mehr verwendet werden, da sie bei einem erneuten Unfall nur noch eine verminderte Dämpfungswirkung haben können.